Unsere dtv-Neuerscheinungen im Juni

Female empowerment, der Sinn des Lebens und eiskalte Morde – bei unseren Neuerscheinungen ist wieder für jeden Geschmack etwas dabei!

Claudia Schumacher blickt in ihrem kraftvollen Debüt ›Liebe ist gewaltig‹ hinter die Fassade einer bürgerlichen, scheinbar perfekten Familie. Mirna Funk macht allen Frauen Mut, ihre eigene Freiheit einzuordern. Die Temperaturen werden sommerlich und Franziska Jebens entführt uns in ›Die Liebe fliegt, wohin sie will‹ in die Bretagne. Währenddessen schickt Adeline Dieudonné 12 Menschen zu einer Raststätte in den Ardennen. Außerdem gibt es endlich einen neuen Gast im Café am Rande der Welt.

Female empowerment

Claudia Schumacher ›Liebe ist gewaltig‹

Von der Macht der Befreiung

Juli wächst in einer Vorzeigefamilie auf: Die Eltern sind Rechtsanwälte, sie ist Klassenbeste. Doch in der Kleinstadtvilla herrscht das Grauen. Der Vater drillt die Kinder auf Leistung, prügelt sie und seine Frau. Juli wird älter, fordert ein Ende der Gewalt, deren Realität von der Mutter vehement abgestritten wird. Einzig ihre Geschwister und eine Maus geben Halt. Doch wie kann man sich befreien, wenn man weder den Eltern noch den eigenen Erinnerungen traut? Die Befreiung gerät zum Feldzug – gegen die Eltern und das eigene Ich. Drei Jahrzehnte folgen wir Juli, die mit aller Macht versucht, die Deutungshoheit über ihr Leben zu erlangen. Ein eindringlicher Roman über Verletzungen und eine mögliche Heilung, voller Originalität und Wärme.

Mirna Funk ›Who Cares!‹

Freie Frauen nehmen sich, was sie wollen

Mirna Funk ist genervt von den Debatten um Geschlechterungleichheit, Care-Arbeit und Vereinbarkeit. Selbstbestimmte, eigenständige Frauen warten nicht darauf, dass jemand gesellschaftliche Strukturen für sie ändert, stilisieren sich nicht zu Opfern. Sie ziehen es durch und handeln! Mit diesem Statement will Mirna Funk allen Frauen Mut machen, ihre längst existierende Freiheit auch wirklich zu leben. Und geht mit gutem Beispiel voran.Ihre jüdische Identität und ihre ostdeutsche Herkunft haben ihr ein Frauenbild mitgegeben, das sich von dem des aktuellen Mainstream-Feminismus radikal unterscheidet. Denn sie glaubt an die Kraft der Selbstwirksamkeit.

Camille Laurens ›Es ist ein Mädchen‹

Bestandsaufnahme der Condition Féminine

»Haben Sie Kinder?«, wird der Vater gefragt. »Nein, ich habe zwei Mädchen«, antwortet er. – Diese Szene ist eine der ersten Erinnerungen einer Frau, die um 1960 in gutbürgerlichen Verhältnissen in Rouen aufwächst. Was folgt, ist ein Leben, wie es exemplarisch scheint für ihre Generation: Laurence befreit sich aus der Enge des Elternhauses, erlebt sexuelle Freiheit, aber auch Gewalt, sie verliert einen Sohn bei der Geburt und bringt eine Tochter zur Welt. Und mit dieser Tochter, die sich allen Rollenzuschreibungen entzieht, öffnet sich etwas – auch für Laurence und ihr Leben als Frau. Aus dem Besonderen eines Frauenschicksals leitet dieser klug konstruierte Roman ab, was im Allgemeinen folgt, nachdem es heißt: »Es ist ein Mädchen.«

Der Sinn des Lebens

John Strelecky ›Überraschung im Café am Rande der Welt‹

Über die Entstehung von Wohlstand und Ungleichheit

Hannah, 15, hat schon viel durchgemacht. Von den Eltern vernachlässigt, musste sie früh lernen, für sich selbst zu sorgen. Die Welt erscheint ihr abweisend, sie fühlt sich nirgends so recht zugehörig. Jetzt steht sie vor ihrer bisher größten Herausforderung: sich zu öffnen und zu erkennen, dass sie viel mehr aus ihrem Leben machen kann, als sie glaubt.
Vieles kommt ihr merkwürdig vor in diesem Café. Wer bist du? Woher wirst du kommen? Warum bist du hier? Diese Fragen entdeckt sie auf der Rückseite der Speisekarte und darüber kommt sie mit den Menschen ins Gespräch. Sie zeigen ihr eine Welt voller Möglichkeiten. Hannah lernt, dass sie immer eine Wahl hat und dass es ihre Entscheidung ist, wie ihr Leben weiter verläuft.

Max Osswald ›Von hier betrachtet sieht das scheiße aus‹

Don’t kill me on friday

Ein Apfelkuchen besteht aus Mehl, Butter, Zucker, Äpfeln – chemisch betrachtet aber aus zahllosen Atomen, die alle einen Ursprung haben müssen. Und hier fragt die Physik: Woher kommt die Materie? Wie entstand das Universum? Oder: Wie lautet das Rezept dafür?

Harry Cliff begibt sich auf die Suche, die ihn zu Schauplätzen großer Entdeckungen führt. Er erzählt Geschichten von genialen Köpfen wie Einstein und Hawking, erläutert Theorien von Aristoteles und Gamow und begegnet Forschern, die das Universum mit gigantischem Hightech untersuchen. Am Ende steht die Erkenntnis, wie man einen Stern entzündet, Atome schmiedet, subatomare Teilchen, vielleicht sogar Leben erzeugt – und natürlich wie ein Apfelkuchen entsteht, ganz aus dem Nichts.

Jean-Paul Dubois ›Jeder von uns bewohnt die Welt auf seine Weise‹

Eine Hymne auf die Menschlichkeit

Ein Vierteljahrhundert war Paul Hansen Hausmeister und guter Geist in einem Apartmenthaus, jetzt teilt er sich die Gefängniszelle mit einem Hells-Angels-Biker. Was treibt einen so besonnenen, hilfsbereiten Mann wie Paul zu einer Straftat? Und wie gelingt es einem Menschen, sich sein Mitgefühl zu bewahren, selbst wenn ihm großes Unrecht widerfährt? Eine Hymne auf bedrohte Werte, die das Leben lebenswert machen.

Sommernächte

Franzsika Jebens ›Die Liebe fliegt, wohin sie will

Die Liebe fliegt manchmal auch in die Bretagne

Die Stylistin Cleo führt ein schillerndes Leben in Berlin. Ihre Kindheit auf dem Land hat sie weit hinter sich gelassen, von Kuhmist und selbstgestrickten Pullis will sie nichts mehr wissen. Doch als sie in die Bretagne reisen muss, um auf dem Biohof des wortkargen Farmers Finn auszuhelfen, holt ihre Vergangenheit sie wieder ein. Erst als sie dem schwächelnden Marktstand der Farm neues Leben einhaucht, bröckelt ihr Widerwille. Cleo verliebt sich in das wilde Meer, die raue Küstenlandschaft und deren eigenwillige Bewohner. Und auch Finn hat durchaus seinen Charme. Aber ein Leben auf dem Land, das sie doch immer so verteufelt hat? Cleo muss sich entscheiden, wo ihre Herzensheimat liegt.

Adeline Dieudonné ›23 Uhr 12 – Menschen in einer Nacht‹

Eine Sommernacht in den Ardennen

Eine Sommernacht an einer Autobahn-Raststätte in den Ardennen. Im hellen Neonlicht werden ein Dutzend Personen um 23:12 Uhr Zeuge, wie eine alte Frau über die Leitplanke der Fahrbahn klettert. Die Kassiererin der Tankstelle; Chelly, die Pole-Dance-Lehrerin; Alika, das philippinische Kindermädchen; Victoire, 25-jähriges Topmodel; Loïc, Autoschlosser und Pick-up-Artist; Joseph, Handelsvertreter für Milben …: Jeder von ihnen ist ein Outsider und hat einen an der Klatsche. Ein einzigartiges Panoptikum menschlicher Absonderlichkeiten in Dieudonnés unvergleichlichem Sound: Knallhart, drastisch, wild, tabulos, surreal, rabenschwarz und voll überbordender Fantasie.

Hanne H. Kvandal ›13° – Tödlicher Sommer‹

Eiskalter Mord im arktischen Sommer

Sommer auf Spitzbergen. Das bedeutet Dauerhelligkeit und Höchsttemperaturen von 13 Grad. Die 2.300 Inselbewohner sind äußerst aktiv, keiner denkt an Schlaf – auch nicht das Verbrechen. Eines Tages wird in der Tiefkühltruhe des einzigen Hotels der russischen Geisterstadt Pyramiden ein toter Asiat gefunden. Zur selben Zeit verschwindet der philippinische Koch Patrick Cruz aus Longyearbyen. Die asiatische Community ist beunruhigt und Ex-Kommissar Trond Lie und die junge Holländerin Frida ermitteln wieder! Verdächtig ist auch Fridas dubioser Vater, der auf Spitzbergen den Massentourismus einführen will. Auch Pfarrer Hagebak weiß mehr, als er zugibt. Im Licht der Mitternachtssonne verfolgt das Ermittlerduo eine lebensgefährliche Spur …

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